Nicht für alle Bestandsbauten ist zwingend der bedarfsorientierte Energiepass (Bedarfspass) erforderlich. Je nach Größe und Alter der Immobilie ist in bestimmten Fällen auch der einfachere verbrauchsorientierte Energiepass (Verbrauchspass) ausreichend bzw. besteht bis zum 30.09.08 Wahlfreiheit. Grundsätzlich und empfehlenswert ist der Bedarfspass.
Der Energie-Bedarfspass. Beim Bedarfspass finden alle relevanten Daten des Gebäudes Berücksichtigung. Die Gebäudehülle wird nach der Wärmedämmfähigkeit berechnet, die Anlagentechnik wird detailiert berücksichtigt. Daraus ergibt sich dann der Jahresenergiebedarf sowie der Primärenergiebedarf. Die Ansäte für sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen werden aus den Ergebnissen sofort sichtbar. Die Modernisierungsvorschläge im Energieausweis sind damit schon fundiert. Der Bedarfspass ist wesentlich aussagefähiger als der Verbrauchspass und daher grundsätzlich zu empfehlen.
Der Energie-Verbrauchspass. Der Verbrauchspass basiert nur auf den Daten des Energieverbrauchs der letzten 3 Jahre. Das Ergebnis ist deshalb stark abhängig von den Bewohnern. Da Gebäudehülle und Anlagentechnik nicht bewertet werden, sind Modernisierungsvorschläge nur bedingt möglich.
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